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..an ihrer stelle (viacom/viva)
hätte ich angst vor dem unkritischen mob, den sie
erziehen, und nicht vor der teilweise noch selbstständigen jugend die
jetzt vor ihnen steht.. traurig traurig wie ein portal, das vielleicht einmal die idee gehabt hat, einen künstlerischen austausch zu schaffen, sich auf derartige weise verkauft.. ungerecht, dass genau diese menschen wahrscheinlich eine wunderschöne zeit haben und sich im sumpf des konsums genauso selbst ertränken..
pwaltner meinte am 29. Nov, 11:24:
altes dilemma hoch 2
ein trauerspiel.
jetzt wurde auch das letzte viva2 reliquium ausgelöscht. das letzte standbein der anspruchsvollen popkultur wurde aus dem musikfernseh´n verbannt.

sobald es nur noch um quoten geht, ist die lawine nicht mehr aufzuhalten.

aber wie so oft, wenn sich alles zuspitzt, gibt es irgendwann wieder einen punkt wo das system kippt. auch wenn es nur das kleine system der popmusik ist. der hunger nach guter musik wird direkt proportional zum niveauverlust des mainstreams wachsen. wir, die jungen, müssen uns eben was neues überlegen, müssen zur tat schreiten, nicht nur konsumieren, sondern eben auch produzieren.

die wunderschöne zeit derer, die sich nur noch ums geld scheren, bezweifle ich stark. warum sollte ihre zeit wunderschön sein? 
_mia_ antwortete am 29. Nov, 12:07:
weil sie sich, ihr verantwortungsbewusstsein, ihr "gewissen" genauso leicht mit den hohen zahlen auf ihrem bankkonto wegzaubern können..
weil sie nur sich in der zukunft sehen, und mit weltverbesserunggedanken nichts anfangen können.
weil sie sich nicht für irgendeine aktion verpflichtet fühlen, solange sie ihre scheine in den händen halten..
und durch so eine einstellung, es unmöglich machen genau so etwas zu retten, was das gemeinsame angenehmer und spannender machen würde..
...der sumpf der bequemlichkeit lässt die aufschreie verstummen.. 
pwaltner antwortete am 29. Nov, 12:35:
dann macht geld also glücklich?

vielleicht muss man/frau auch nichts retten. wahrscheinlich gibt es gar nichts mehr zu retten, wenn solche strukturen vorhanden sind.
eher sollte man/frau versuchen solche strukturen aufzubrechen. 
_mia_ antwortete am 29. Nov, 12:47:
ja, aber wenn für mich alles mehr oder weniger funktioniert, werde ich kein system aufbrechen..man nimmt doch so viel in kauf, nur um selbst nicht verzichten zu müssen.. bis es zum kollaps kommt, bis ich aufwache und merke dass mich mein bankauszug nicht glücklich macht,..
bis ich merke, dass man strom nicht essen kann.. obwohl.. 
pwaltner antwortete am 29. Nov, 12:56:
es geht ja nicht darum den kapitalismus zu zerschlagen, bzw. die marktwirtschaft. dass das gar nicht mehr möglich ist, ist klar. es geht darum eine veränderung zu starten und die beginnt immer bei einem selber. qualität hat sehr wohl seinen preis, aber hier wird aus scheiße geld gemacht. und es muss auch anders gehen. wenn man nur kritisiert, aber selber nicht tatkräftig wird, verlieren die kritischen worte an substanz und sie werden immer bedeutungsloser. klar ist es wichtig zu kritisieren, keine frage, aber es ist auch wichtig aufzustehen und im zuge der kritik lösungen vorzuschlagen. 
_mia_ antwortete am 29. Nov, 14:27:
da stimm ich dir vollkommen zu.. bin auch sehr gespannt ob auf mein langes mail das ich heut morgen an viva geschrieben hab überhaupt eine reaktion kommt.. aber es ging/geht mir eh nicht um die reaktion, sondern um die aktion.. 
der_dude antwortete am 29. Nov, 14:59:
als ich denen nach der absetzung von viva II zugunsten von viva plus was "nettes" geschrieben hab, kam was kurzes zurück. auf die antwort von käpt´n iglo wart ich schon seit einem monat... 
der_dude meinte am 29. Nov, 11:50:
bin mir da nicht so sicher, ob mtv (bis auf den mehreinsatz toller trailer, ray cokes und ein paar anderen dingen) je wirklich viel besser war... die abschaffung von viva 2 allerdings hat sehr geschmerzt. ich hab mir damals doch tatsächlich extra wegen denen eine schüssel für eutelsat besorgt. gibts den noch, den eutelsat? 
pwaltner antwortete am 29. Nov, 11:51:
keine ahnung. wir hatten eine sich drehende satschüssel. 
der_dude antwortete am 29. Nov, 13:41:
wow, das nenn ich luxus. und es gibt ihn noch – den eutelsat. 
mkt meinte am 29. Nov, 17:07:
hallo zielgruppe!
wer seine popkultur aus dem fernsehen und radio bezieht, konsumiert ohnehin nur vorgekautes - das eben ganz bestimte zielgruppen bedient, die dann dem mediaplan entsprechend beackert werden können.

so bin ich ganz beim philipp, dass wer nicht zielgruppe sondern eingenständig interessiert sein will, dem/der bleibt nix anderes übrig, als selbst aktiv zu werden, zu forschen, zu stöbern, zu suchen, sich zu mühen. statt raunzen. 
_mia_ antwortete am 29. Nov, 17:42:
trotzdem bin ich gerade deswegen der meinung, dass wenn man die chance hat, so eine große maße zu berühren, durch ein medium wie fernsehn, man die verantwortung nicht vergessen darf.. auch vorgekautes formt, beeinflusst und bildet..
nicht nur underground und unentdeckt/unbekanntes ist qualität.. 
do antwortete am 29. Nov, 17:47:
ich stimme zu, mkt.
es sogar menschen die in der frühpubertät unter technischem notstand litten bzw. den ersten cd-player erst parallel zu bravo hits nr. 8 oder so besaßen. dazu zähle ich mich, ehrlich gesagt (nicht zu bravo-hits-kultur, aber zu eltern die einfach nie unter dem thedoorswoodstockstern standen). bruderlos ohne prähistorische konsolen, mit jüngerer schwester die mich aber inzwischen total bereichert. im studentischen haushalt wiederum fernab von mtv und viva ff, bewege ich mich durch diverse bekannte plattengeschäfte wiens und simuliere die musikbewusste indem ich cd covers von musikschaffenden durchstöbere und mich frage - verdammt, ist das die neue? sollte ich die kennen? aber mit den kaufergebnissen bin ich zufrieden - meine klapprige minimini-cdansammlung ist bunt durchgemischt, weil ich mir das leiste, was im wahrsten sinne des wortes durchs ohr direkt in herz und hirn wandert. so, wollte nur mal verkünden dass es auch so was wie eine popgeschichteanalphabethenrandgruppe (wenig kohle und noch weniger kohle für abspielgeräte) gibt, die halt auf ihre eigene art das lesen lernt (oder eben nie). 
do antwortete am 29. Nov, 22:23:
empfängerlosigkeit kann aber auch dumm machen. einkommenssozialbehinderung. aber so schlimm isses noch nicht. mal sehen, wann studium beendet dann kann man im notfall lebensmittel suchen im müllcontainer. manche hardcoreökos praktizieren das schon. wohlgesättigte stadtmenschen werfen sicher auch alte cds weg. und gameboys und walkmans und hörspielkassetten. 
do antwortete am 29. Nov, 23:36:
nicht mal auf der straße wird man seine ruhe haben! wer sich nicht durchsetzen kann bekommt die barbie-kassetten. 
mkt antwortete am 2. Dez, 11:58:
masse berühren
liebe mia. es läuft doch umgekehrt. als unternehmen medium hat man nicht zuerst die masse und dann die chance diese zu "(be)rühren". sondern zuerst muss man die unternehmensziele (masse, zielgruppe ...) durch ein entsprechendes massentaugliches programm bekommen und halten. dann liegt die verantwortung aber eher darin, diese masse auszubauen bzw. nicht wieder zu verlieren; eben z.b. durch anstrengendes minderheitenprogramm. dazu kommt diese ganze immanente systemlogik, was mir jetzt aber zu weit führt.

masse abqualifizieren oder qualität beurteilen will ich nicht. bloß sagen, dass man sich von den großen keine verantwortung erwarten darf, die nicht deren systemlogik entspricht, wie zum beispiel anstrengendes minderheitenprogramm. den russischkurs hat der orf schon abgesetzt bevor ihr noch auf der welt wart. 
der_dude meinte am 30. Nov, 03:46:
Das Quoten-Dilemma
Naja, es ist eben so, dass auch unsere privaten Massenmedien irgendwie finanziert werden, was logischerweise über Einschaltquoten passiert. Quoten bestimmen Preise für Werbeinschaltungen, veranlassen Sender nach massentauglichen Formaten zu suchen und geben per Mediaanalyse deren Haltbarkeit vor. Bei privaten Massenmedien entstehen also trotz Medienförderung Abhängigkeitsverhältnisse. Irgendwie nachvollziehbar, dass ethische Grundsätze dort unternehmerischem Denken weichen müssen...

Ich denke, dass der schwarze Peter – im Rundfunk-Fernseh-Bereich – bei uns bei den öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten liegt. Der ORF erhebt recht satte TV- und Rundfunkgebühren in jedem mit Empfangseinrichtung ausgestattem Haushalt. Egal, ob man ORF-Progamme konsumiert oder nicht. Der ORF hat einen Bildungsauftrag, der recht einfach auf Spartenkanäle, wie z.B. 3sat, Ö1 oder FM4 abgewälzt wird. Jedem das seine... Die Zugpferde der ORF-Maschinerie (ORF1, Ö3) nähern sich dem Mainstream privater Massenmedien an und man ist trotz einzigartiger Sender-Infrastruktur alle Jahre wieder stolz, Marktanteile dazu zu gewinnen.

Mag stimmen, dass der ORF oder andere öffentlich-rechtliche Sendeanstalten als Ganzes ein breites Spektrum aus Unterhaltung, Kulur, Sport, aktuellem Dienst, Lokalnachrichten, u.v.m abdecken. Irgendwo. Sie machen das für Hörer bzw. Seher, die bereit sind Zeit aufzuwenden, um zu selektieren. Abgesehen von einigen Ausnahmen stolpert man aber auch hier selten über Bildungsfernsehen. Aufgrund der privaten Konkurrenz mag diese Handhabung legitim erscheinen, aber – das ist eine Unterstellung meinerseis – auf diese Art ist der Bildungsauftrag missverstanden. Denn obwohl wir alle mündige Bürger sein sollten wächst der unkritische Mob, und ich glaub schon, dass öffentlich-rechtliche Massenmedien die Aufgabe haben dem entgegenzuwirken. Und übrigens – ich mag „Pimp my Ride“ total gern! 
 

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